Frühjahrsputz in 180 Metern Tiefe

ESM regeneriert Tiefbrunnen Weidighaus

Die Energieversorgung Selb-Marktredwitz regeneriert in der ersten Maiwoche planmäßig in Schirnding den Tiefbrunnen „Weidighaus“. Dabei wird der Brunnen von natürlichen Eisen- und Manganablagerungen befreit, die sich im Laufe der Jahre an den Innenwänden und am Schlitzgitter festgesetzt haben können. Die Arbeiten werden voraussichtlich vier Tage dauern. „Der Tiefbrunnen liefert über die Hälfte des Rohwassers, das im Wasserwerk „Am Steinberg“ zu Trinkwasser für die Gebiete Hohenberg und Schirnding aufbereitet wird.“ Während der Reinigungsarbeiten wird deshalb ein Teil des Trinkwassers für ESM-Kunden von den Stadtwerken Arzberg bezogen. „So eine Brunnenregenerierung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Instandhaltungsstrategie im Trinkwassernetz“, erläutert ESM-Geschäftsführer Klaus Burkhardt und fügt an: „Um die Förderleistung des Tiefbrunnens für bestes Trinkwasser auch in den nächsten Jahrzehnten sicherzustellen, steht nun gut zwei Dekaden nach Inbetriebnahme des Brunnens die zweite reguläre Reinigung an.“

Entfernt werden Ablagerungen von Eisenhydroxid und Mangandioxid – auch Verockerungen genannt – durch ein spezielles Spülverfahren. Eine Hochdruckpumpe, an der vier Düsen paarweise befestigt sind, wird Stück für Stück den fast 180 Meter tiefen Brunnen hinabgelassen. Die Düsenpaare rotieren jeweils entgegengesetzt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7000 Umdrehungen in der Minute und sprühen dabei wellenartig mit einem Druck von bis zu 550 bar Wasser ins Brunneninnere. Gleichzeitig bewegt sich die Pumpe im Brunnen auch noch auf und ab, sodass zusätzlich zum Wasserstrudel ein Unterdruck entsteht. So werden alle Bauteile des Brunnens – dazu gehören das sogenannte Vollrohr, Filterrohr und die Filterkiesschüttung – gleichmäßig und gründlich durchgespült und von Ablagerungen befreit, nur mit Wasser und ohne den Einsatz von Chemikalien. Alle gelösten Sedimente werden nach oben abgepumpt. „So eine Brunnenregenerierung, wie wir das im Fachjargon nennen, ist auch für unser Team ein besonderes technisches Highlight, weil es eben nicht so oft vorkommt“, erklärt Helmut Schütz, Wassermeister und bei der ESM zuständig für die Wassergewinnung, Aufbereitung und Speicherung. Er ergänzt: „Am Ende prüfen wir per Kamerabefahrung noch einmal, ob alle Ablagerungen planmäßig gelöst sind und der Tiefbrunnen wieder in Betrieb gehen kann.“

Neben dem Tiefbrunnen „Weidighaus“ liefern in Hohenberg auch drei Quellen Trinkwasser in den Hochbehälter „Am Steinberg“. Von dort fließen jährlich rund 111 Millionen Liter Trinkwasser nach Hohenberg und Schirnding zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sowie von Gewerbe und Industrie.

Text / Foto: Energieversorgung Selb-Marktredwitz GmbH

Unbenannt-2
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