Die Stadt Arzberg und das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) starten ein neues Forschungsprojekt im Freiflächen-Testzentrum: Hier werden spezielle Redox-Flow-Batterien weiterentwickelt und im echten Alltagsbetrieb getestet. Diese Batteriesysteme speichern Strom aus Solaranlagen zuverlässig und effizient – ideal für Quartiere, kleine Gewerbebetriebe und Industrie.
Die Stadt Arzberg unterstützt das ZAE Bayern seit Jahren als wichtiger Partner und haben das Testzentrum kontinuierlich gefördert – von der Infrastruktur bis hin zur Standortwahl. „Wir sind der Stadt Arzberg sehr dankbar für diese langjährige Partnerschaft“, betont Christoph Stegner vom ZAE. „Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt nicht denkbar.“ Diese enge Zusammenarbeit zeigt, wie Arzberg als innovativer Standort für Energieforschung glänzt.
Anders als herkömmliche Batterien speichern Redox-Flow-Systeme Energie in Flüssigkeiten, wodurch die Speicherkapazität leicht angepasst werden kann. Im Projekt EVer-VRFB (Erweiterung und Verbesserung des Betriebs von Vanadium-Redox-Flow-Batterien) werden drei große Batteriecontainer im Testzentrum Arzberg ertüchtigt, aktualisiert und betrieben.
Die Forscher prüfen:
- Wie die Batterien im Alltag mit schwankendem Solarstrom umgehen.
- Wie Wartung und Betrieb einfacher gemacht werden kann (z. B. durch praktische Handbücher).
- Ob und wie die entstehende Wärme aus dem Laden und Entladen sinnvoll genutzt werden kann – etwa für Heizung oder Warmwasser.
Redox-Flow-Batterien helfen, Deutschland unabhängiger zu machen: Weniger Abhängigkeit von wenigen Rohstoffproduzenten für Lithium oder Kobalt, stattdessen Diversifikation der Batterietechnologien in Europa. Deutsche Firmen wie J. Schmalz GmbH, TLK-Thermo und VANEVO stärken so die heimische Energiewirtschaft und sichern Know-how in der Energiewende. Für Arzberg bedeutet das: Ein innovativer Standort, der die Energiezukunft mitgestaltet – als Brücke von traditioneller Energie zu nachhaltigen Lösungen.
Im Testzentrum werden alle Daten live erfasst: Stromflüsse, Temperaturen, Wetterbedingungen. So entstehen praxisnahe Empfehlungen für Planer, Betreiber und Hersteller. Die Komponenten unterschiedlicher Hersteller werden direkt miteinander verglichen.
Das Projekt läuft von Januar 2026 bis Dezember 2028. Das Budget beträgt 2,26 Millionen Euro – davon 1,75 Millionen Euro vom Bund (BMWE, 8. Energieforschungsprogramm). Die restlichen Mittel bringen die Partner ein.
Der erste Bürgermeister Stefan Göcking freut sich, dass das Projekt in Arzberg fortgesetzt wird. Arzberg ist offen für innovative und zukunftsorientierte Energietechniken! „Ein Stück der Energiewende findet auch in unserem Arzberg statt!“
Koordination: ZAE Bayern
Partner: J. Schmalz GmbH, Steinbeis Innovationszentrum energieplus, TLK-Thermo, VANEVO und weitere
Kontakt für Rückfragen:
Christoph Stegner
Tel. 089 329442-961
(v.l.n.r): Stadt Arzberg Thomas Zeitler, Bauamtsleiter Andreas Martin, Bürgermeister Stefan Göcking und Christoph Stegner von der ZAE
Text / Foto: Stadt Arzberg / ZAE Bayern









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