Brückenradweg Bayern-Böhmen überzeugt

Hohe Zufriedenheit bei den Nutzerinnen und Nutzern

Eine aktuelle Untersuchung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bestätigt: Der Brückenradweg Bayern-Böhmen erfreut sich großer Beliebtheit und ist weit mehr als eine touristische Verbindung – er ist zu einem wichtigen Baustein für Freizeit, Alltag und nachhaltige Mobilität in der Region geworden. Die Studie, die im Mai 2024 durchgeführt wurde, liefert erstmals ein genaues Bild über Nutzung, Wirkung und Entwicklungspotenzial des grenzüberschreitenden Radwegs.

Die Ergebnisse zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit der Radfahrerinnen und Radfahrer: 90% äußerten sich zufrieden bis sehr zufrieden mit der Streckenführung, der Wegequalität, der Sicherheit und der landschaftlichen Attraktivität. Besonders geschätzt wird die abwechslungsreiche Route, die sich sanft in die Umgebung einfügt. Wo der Radweg asphaltiert ist, wird das von den Nutzenden ausdrücklich positiv hervorgehoben.

Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt den Brückenradweg vor allem zur Freizeitgestaltung und Erholung, etwa für Tagesausflüge mit Familie oder Freunden. Rund ein Drittel fährt die Strecke sportlich, häufig mit dem E-Bike, das sich als bevorzugtes Verkehrsmittel etabliert hat. Knapp ein Viertel verwendet den Weg regelmäßig für Alltagsfahrten, etwa für den Arbeitsweg oder zum Einkauf – ein Hinweis darauf, dass der Brückenradweg längst nicht nur touristische Bedeutung hat, sondern auch eine funktionale Rolle in der Alltagsmobilität spielt.

In einer SWOT-Analyse (Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken) bescheinigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dem Brückenradweg großes Potenzial: Er fördert umweltfreundliche Mobilität, stärkt die Naherholung, den Tourismus und die regionale Identität. Gleichzeitig besteht Handlungsbedarf bei der infrastrukturellen Weiterentwicklung und bei der stärkeren Vernetzung zwischen Kommunen und touristischen Anbietern.

Landrat Peter Berek: „Wir haben uns in den letzten Jahren massiv und erfolgreich um den Aufbau unseres Radwegenetzes gekümmert. Der Brückenradweg und der vor kurzem erst eingeweihte Egerradweg als große Radwegeachsen stehen dafür exemplarisch.

Hintergrund: Der Brückenradweg Bayern–Böhmen verläuft auf einer Strecke von rund 55 Kilometern durch das Fichtelgebirge und verbindet den oberfränkischen Raum mit dem tschechischen Grenzgebiet. Die Route führt von Selb über Hohenberg an der Eger und weiter bis nach Cheb (Eger) in Tschechien über zahlreichen Brücken, Viadukte und historischen Bahntrassen, die ihm seinen besonderen landschaftlichen Reiz verleihen.

Text: Freiraum Fichtelgebirge

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